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All-on-6 Implantatversorgung (festsitzende Vollbogenversorgung)

All-on-6 Implantatversorgung (festsitzende Vollbogenversorgung)

All-on-6 Implantatversorgung (festsitzende Vollbogenversorgung)

duration

Dauer

3-4 Stunde(n)

hospitalization

Krankenhausaufenthalt

1 Nacht/Nächte

hotel stay

Hotel

5 Nacht/Nächte

All-on-6 ist eine Implantatbehandlung für den gesamten Zahnbogen, bei der eine komplette obere oder untere Zahnreihe durch eine festsitzende Brücke ersetzt wird, die auf sechs Implantaten verankert ist. Sie wird häufig von Menschen gewählt, die eine stabile, nicht herausnehmbare Alternative zur Prothese wünschen, insbesondere wenn viele Zähne fehlen oder nicht mehr zuverlässig zu erhalten sind. Ziel ist es, sicheres Kauen, deutlichere Sprache und ein natürlich wirkendes Lächeln mit einer langfristigen Lösung wiederherzustellen, die sich fest anfühlt.

Was All-on-6 erreichen soll

Bei All-on-6 werden sechs Zahnimplantate über den Kiefer verteilt eingesetzt, um eine festsitzende Vollbogenversorgung zu tragen (eine Brücke, die auf den Implantaten verschraubt oder befestigt wird). Durch die Verteilung der Kaukräfte auf mehr Implantate als beim All-on-4-Konzept kann All-on-6 eine sehr gute Stabilität und Lastverteilung bieten. Das kann vorteilhaft sein, wenn stärkere Beißkräfte vorliegen oder zusätzliche Abstützung gewünscht ist.

Die endgültigen Zähne werden in der Regel als robuste, präzise angepasste Brücke gefertigt. Die Materialwahl richtet sich nach dem klinischen Plan, häufig wird jedoch eine metallverstärkte Keramikversorgung gewählt, da sie langlebig ist und natürlich wirkt.

Für wen All-on-6 geeignet sein kann

All-on-6 kann in Betracht kommen, wenn Sie:

  • Die meisten oder alle Zähne in einem Kiefer verloren haben oder die verbleibenden Zähne nicht verlässlich erhalten werden können
  • Mit lockeren Prothesen, Druckstellen oder eingeschränkter Kaufunktion zu kämpfen haben
  • Eine festsitzende Lösung wünschen, die nur durch zahnärztliches Fachpersonal entfernt wird
  • Ausreichend Kieferknochen in Volumen und Qualität für sechs Implantate haben oder bei Bedarf sichere vorbereitende Maßnahmen möglich sind

Weniger geeignet kann es sein, wenn Sie:

  • Unkontrollierte Erkrankungen haben, die die Heilung beeinträchtigen (zum Beispiel schlecht eingestellter Diabetes)
  • Stark rauchen, da dies das Risiko von Implantatkomplikationen erhöht
  • Eine aktive, unbehandelte Zahnfleischerkrankung haben
  • Nachsorgetermine nicht wahrnehmen können oder die tägliche Mundhygiene an Implantaten nicht zuverlässig umsetzen können

Eine umfassende Untersuchung ist entscheidend, da die Eignung von Knochenangebot, Beißkräften, Zahnfleischgesundheit, Krankengeschichte und Erwartungen abhängt.

Untersuchung und Planung vor der Behandlung

Die Planung einer Vollbogen-Implantatversorgung ist sehr individuell. Vor jedem Eingriff erfolgt eine detaillierte Diagnostik, um zu bestätigen, dass All-on-6 geeignet ist, und um einen verlässlichen Behandlungsplan zu erstellen.

Typischerweise umfasst dies:

  • Erhebung der allgemeinen Krankengeschichte, der Medikamente und der zahnärztlichen Vorgeschichte
  • Eine vollständige Untersuchung im Mund, einschließlich Beurteilung von Zahnfleisch und Biss
  • 3D-Bildgebung (DVT/CBCT), um das Knochenvolumen zu vermessen, anatomische Strukturen zu erkennen und Implantatpositionen zu planen
  • Besprechung ästhetischer Ziele, Zahnform und Zahnfarbe sowie der Frage, wie die neuen Zähne Lippen und Gesicht unterstützen sollen

Digitale Planungssoftware kann eingesetzt werden, um ideale Implantattiefe, -winkel und -abstände festzulegen. Dieser Planungsschritt ist besonders wichtig für die langfristige Funktion und für eine Brücke, die angenehm zu tragen, gut zu reinigen und stabil ist.

Wie eine All-on-6 Behandlung in der Regel abläuft

Die genauen Schritte unterscheiden sich je nachdem, ob Zähne entfernt werden müssen, ob Infektionen zu behandeln sind und ob zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind. Ihr Behandlungsplan erläutert, was in Ihrem Fall zutrifft.

Einsetzen der Implantate

Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung; für Patientinnen und Patienten mit Angst oder bei längeren Terminen kann eine Sedierung möglich sein. Wenn im Zahnbogen noch Zähne vorhanden sind, die nicht erhaltungsfähig sind, können diese im selben Termin entfernt werden.

Anschließend werden sechs Implantate in vorab geplanten Positionen in den Kieferknochen eingesetzt. Ziel ist eine hohe Primärstabilität unter Berücksichtigung der anatomischen Gegebenheiten.

Provisorische Zähne während der Heilung

Nach dem Einsetzen der Implantate wird in der Regel eine provisorische Versorgung für Komfort und Ästhetik während der Heilungsphase bereitgestellt. In manchen Behandlungskonzepten wird eine nicht festsitzende provisorische Lösung bevorzugt, um die Implantate während der Einheilung zu schützen. Dadurch lassen sich frühe Kaukräfte reduzieren, die heilende Implantate überlasten könnten.

Ihr Behandlungsteam berät Sie dazu, was Sie unmittelbar nach der Operation tragen werden und wie Sie in dieser Phase sicher essen.

Heilung und Osseointegration

Für die Osseointegration ist eine Heilungszeit erforderlich. Dabei verbindet sich der Knochen mit der Implantatoberfläche und schafft eine stabile Grundlage. Diese Phase dauert häufig etwa 3 bis 6 Monate, abhängig von Knochenqualität, Allgemeingesundheit sowie davon, ob der Ober- oder Unterkiefer behandelt wird.

Während der Heilung wird meist für einen bestimmten Zeitraum eine weiche Kost empfohlen, um die Implantate zu entlasten.

Eingliederung der endgültigen festsitzenden Brücke

Sobald die Einheilung bestätigt ist, wird die endgültige Brücke geplant und eingesetzt. In dieser Phase werden präzise Abformungen oder digitale Scans sowie Bissregistrate erstellt, damit die Brücke zu Ihren Gesichtsmerkmalen und funktionellen Anforderungen passt.

Die endgültige Versorgung wird durch zahnärztliches Fachpersonal auf den Implantaten befestigt. Obwohl sie im Alltag festsitzend ist, kann sie bei Bedarf in der Klinik zur Wartung entfernt werden.

Erholung und was danach zu erwarten ist

Nach einer Implantatoperation treten bei den meisten Menschen Schwellungen, Druckempfindlichkeit und leichte Blutergüsse auf. Beschwerden lassen sich in der Regel mit verordneten oder empfohlenen Schmerzmitteln gut kontrollieren. Sie erhalten individuelle Hinweise zur Nachsorge, typischerweise einschließlich:

  • Umgang mit Schwellung und Hinweise zur Reinigung des Bereichs
  • Empfehlungen zu Essen und Trinken, einschließlich weicher Kost für einen festgelegten Zeitraum
  • Hinweise zum Zähneputzen und zur Reinigung am Zahnfleisch während der frühen Heilung
  • Ein Nachsorgeplan zur Kontrolle von Heilung und Implantatstabilität

Mit dem Übergang von der Heilungsphase zur endgültigen Brücke verbessert sich die Kaufunktion meist deutlich. Die Sprache kann eine kurze Anpassungszeit benötigen, insbesondere wenn längere Zeit keine stabilen Zähne vorhanden waren.

Wichtige Risiken, Grenzen und Aspekte

All-on-6 ist eine etablierte Behandlung, bleibt jedoch ein chirurgischer Eingriff und ist nicht risikofrei. Im Aufklärungsgespräch sollten Nutzen, Alternativen und mögliche Komplikationen besprochen werden.

Mögliche Risiken und Einschränkungen sind:

  • Infektion, verzögerte Heilung oder postoperative Beschwerden
  • Ausbleibende Einheilung eines Implantats (wahrscheinlicher bei Rauchen, schlecht eingestelltem Diabetes oder geringer Knochenqualität)
  • Entzündung des Gewebes um Implantate (periimplantäre Mukositis) oder eine schwerere Periimplantitis bei unzureichender Plaquekontrolle
  • Beschwerden im Biss oder Kiefer bei nicht ausgewogenem Biss, teils mit Bedarf an Anpassungen
  • Mechanische Probleme wie Lockerung von Schrauben, Absplitterungen des Verblendmaterials oder Verschleiß im Verlauf
  • In manchen Fällen zusätzliche Maßnahmen, zum Beispiel Knochenkonturierung, sinusbezogene Eingriffe im Oberkiefer oder Behandlung einer Zahnfleischerkrankung

Wichtig ist außerdem zu verstehen, dass Implantate nicht vor Zahnfleischentzündungen schützen. Der langfristige Erfolg hängt von täglicher Reinigung, regelmäßiger professioneller Betreuung und dem Reduzieren von Risikofaktoren wie Rauchen ab.

Langfristige Pflege von All-on-6

Eine festsitzende Brücke ist dafür ausgelegt, im Mund zu verbleiben, benötigt aber dennoch konsequente Pflege. Üblicherweise wird empfohlen:

  • Tägliche sorgfältige Reinigung entlang der Brücke und am Zahnfleischsaum mit geeigneten Hilfsmitteln (zum Beispiel Interdentalbürsten oder Mundduschen, abhängig vom Design)
  • Regelmäßige Kontroll- und Prophylaxetermine
  • Periodische professionelle Wartung, die bei Bedarf auch das Entfernen der Brücke in der Klinik zur gründlichen Reinigung und Kontrolle einschließen kann

Bei guter häuslicher Pflege und kontinuierlicher Nachsorge kann All-on-6 über viele Jahre ein stabiles, funktionelles Ergebnis ermöglichen.

Ihr Beratungstermin und die weitere Begleitung

Eine Vollbogenversorgung auf Implantaten ist eine wichtige Entscheidung. Die Beratung soll Ihnen Klarheit darüber geben, was möglich ist, was realistisch ist und was für Ihren Mund und Ihre allgemeine Gesundheit am sichersten ist.

In unserer Klinik wird Ihre Behandlung als ein zusammenhängender Prozess durch ein verantwortliches Team koordiniert. Von Diagnostik und Planung über den chirurgischen Teil, die Gestaltung der Versorgung bis zur Nachsorge stehen Kontinuität und klare Kommunikation im Mittelpunkt. Sie erhalten einen personalisierten Behandlungsplan auf Basis der klinischen Befunde, einschließlich Bildgebung, Bissanalyse und Ihrer Wünsche.

Wenn All-on-6 für Ihre Anatomie oder Ziele nicht die beste Option ist, können Alternativen besprochen werden, zum Beispiel andere Vollbogen-Implantatkonzepte oder implantatgetragene herausnehmbare Lösungen. Priorität hat ein Plan, der verlässlich, gut zu erhalten und auf Ihre langfristige Mundgesundheit ausgerichtet ist.

Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultieren Sie stets eine qualifizierte medizinische Fachkraft, bevor Sie Entscheidungen zu Ihrer Gesundheit oder zu Behandlungsmöglichkeiten treffen. MEDIVOYA ist eine Agentur für Medizintourismus, die Patientinnen und Patienten mit akkreditierten Gesundheitsdienstleistern verbindet und keine medizinischen Leistungen direkt erbringt.